Anna Rosina de Gasc (1713-1783)
Porträtmalerin aus Berlin, nur vereinzelt Bilderfindungen. Sie entstammte der bedeutenden Künstlerfamilie Lisiewski und älteren Nachschlagewerken fälschlich Anna Rosina genannt. Frühe Förderung und Ausbildung durch den Vater, Auftragsarbeiten bereits als 16-Jährige z.B. für den Schwedter Hof, 1760 für den Hof Anhalt Zerbst. In erster Ehe verheiratet mit dem Berliner Hofmaler David Matthieu, zwei Kinder und mit Georg David Matthieu einen Stiefsohn. Nach dessen Tod erneute Ehe mit dem Gerichtsassessor Ludwig de Gasc (Freund Lessings), mit dem sie als 51-jährige nach Braunschweig ging. Öffentliche Anerkennung, gefragte Malerin. Arbeiten vor allem für den preußischen und den Braunschweiger Hof, porträtierte viele bedeutende Persönlichkeiten ihrer Zeit, von großem Selbstbewusstsein. Stand dabei in Konkurrenz zu Antoine Pesne. Spezialisiert auf die sensitiv-malerische Darstellung von Stoffen, Spitzen und Blüten. Beide Kinder und den Stiefsohn aus erster Ehe bildete sie künstlerisch aus. Das einst umfangreiche Werk weit verstreut in vielen bedeutenden Sammlungen, Berckenhagen konnte 1992 171 Gemälde von ihr nachweisen. [kl-bb]
Gut erforscht